Orientierung für unser Miteinander
Antworten für eine solidarische Gesellschaft
Wir erklären dir unsere Arbeitsweise, unsere Vision einer multispeziesgerechten Gesellschaft und wie du selbst aktiv werden kannst. Wir möchten Barrieren abbauen und Türen öffnen – für dich, für uns und für eine gerechtere Welt für alle.
Deine Frage ist nicht dabei? Schreib uns direkt an info@veganvernetzt.de. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir!
Was ist VEGAN VERNETZT?
Was ist vegan vernetzt eigentlich genau?
Vegan vernetzt ist eine von Menschen selbstorganisierte Schnittstelle, um gemeinschaftlich Freiräume zu gestalten und Projekte ins Leben zu rufen. Hier können sich Gruppen und Einzelpersonen auf Augenhöhe begegnen, sich vernetzen, Wissen und Ideen austauschen, gemeinsam lernen und wachsen und aktiv ins Handeln kommen.
Wir verstehen uns als eine Art „schwarzes Brett“ und gemeinsame Plattform für eine solidarische Gesellschaft – mit Fokus auf die Region Nürnberg, Fürth und Erlangen. Wir (die Menschen, die hinter dieser Plattform stehen) teilen zudem Kontakte, Werkzeuge und Wissen, um insbesondere die Sichtbarkeit der Tierbewegung und ihrer Anliegen in der Region zu stärken.
Wir pflegen z. B. den gemeinsamen Aktions-Kalender. Außerdem betreiben wir Öffentlichkeitsarbeit, rufen gemeinsame Kampagnen (z. B. Petitionen) ins Leben und organisieren Soli-Treffen. Bald werden wir Infos über regionale Aktivismus-Gruppen und Wissen bereitstellen.
Hilf mit, die Plattform mit Leben zu füllen! Du hast Ideen für Vernetzungsprojekte, kennst Gruppen und Projekte oder möchtest dich bei der Gestaltung der Plattform aktiv einbringen? Melde dich gerne! Am besten erreichst du uns per E-Mail: info@veganvernetzt.de
Was uns antreibt und warum wir vegan leben, erfährst du im Abschnitt Werte & Haltung.
Findet der Austausch nur online statt oder trefft ihr euch auch?
Wir sind mehr als nur eine digitale Plattform. Uns ist es wichtig, reale Begegnungen auf Augenhöhe zu schaffen. Deshalb organisieren wir zusammen mit verschiedenen Gruppen, an verschiedenen Orten Vernetzungsveranstaltungen wie KÜFAs (Küche für alle), gemeinsame Mitbringbrunches oder Workshops, um Menschen an einen Tisch zu bringen.
Dabei bauen wir Brücken zwischen verschiedenen sozialen Bewegungen und unterstützen Menschen und Orte, die sich für Tiere, Natur und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Das tun wir ganz praktisch: z.B. durch Soli-Aktionen für Lebenshöfe, gezielte Öffentlichkeitsarbeit für lokale Kampagnen oder indem wir Kontakte und Ressourcen vermitteln.
Kurz gesagt: Wir schaffen gemeinsam mit Gruppen und Einzelpersonen Räume, in denen aus Vernetzung echte Gemeinschaft und gemeinsames Lernen und Handeln wird.
Seid ihr eine politische Organisation?
Wir sind keine Partei, aber ja: Unser Wirken ist politisch. Wir verstehen uns als eine zivilgesellschaftliche Plattform, die es den Menschen in der Region ermöglicht, sich ohne bürokratische Hürden für Gerechtigkeit einzusetzen. Wir organisieren gemeinschaftlich ein Gerüst, damit politische Teilhabe für jede:n Einzelne:n und jede Gruppe direkt und wirksam möglich wird.
In der Region gibt es schon viele Aktivismus-Gruppen. Warum noch eine?
Wir verstehen uns nicht als eine weitere Gruppe, die neben den bestehenden arbeitet, sondern als ein verbindendes Element. Aktivismus-Gruppen konzentrieren sich meist auf spezifische Themen, unser Fokus liegt auf der Vernetzung und der Infrastruktur für alle.
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Sichtbarkeit: In der Region Nürnberg, Fürth und Erlangen passiert unglaublich viel, aber oft bekommt man es nicht mit. Wir bündeln diese Energie auf einer Plattform. So können Interessierte schneller den Weg in den Aktivismus, und Gruppen leichter neue Mitstreiter:innen finden.
- Synergien: Wir vernetzen die Tierbewegung und andere progressive Bewegungen (z. B. Klimaschutz). Oft entstehen die spannendsten Ideen dort, wo verschiedene Perspektiven aufeinandertreffen. Wir wollen Umgebungen für diesen Austausch schaffen.
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Support: Wenn jede Gruppe eigene Werkzeuge (z. B. Kalender, Presseverteiler, Wissen) pflegt, kostet das Zeit und Kraft. Wir stellen diese Ressourcen gemeinschaftlich für alle bereit.
Kurz gesagt: Wir wollen keine bestehenden Gruppen ersetzen, sondern sie supporten.
Arbeitet ihr in festen Strukturen?
Nein, wir arbeiten projektorientiert und dynamisch. Das bedeutet, dass sich für jedes Vorhaben neue, passende Konstellationen bilden.
Je nach Thema, ob eine KÜFA (Küche für Alle), eine lokale Petition, eine Kampagne oder eine Protestaktion, kommen unterschiedliche Menschen und Gruppen zusammen. Diese Flexibilität hat zwei große Vorteile:
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Vielfalt der Perspektiven: Für eine Kampagne im Bereich Agrarwende braucht es andere Ideen als für einen Vernetzungs-Brunch. Durch die projektorientierte Arbeit kommen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Interessen zusammen – jede:r bringt genau das ein, was sie oder er gerade geben kann/möchte.
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Niedrigschwelliger Einstieg: Du kannst dich für ein bestimmtes Projekt engagieren, das dir am Herzen liegt, und danach entscheiden, ob du beim nächsten Thema wieder dabei bist.
Dabei sind wir die Schnittstelle, die bei der Koordination hilft, damit wir alle gemeinsam wirksam sein können.
Mitmachen & Aktivismus
Ich bin ganz neu hier. Wie fange ich an?
Schau am besten in den Kalender. Es gibt hin und wieder offene Treffen, die explizit für Neueinsteiger:innen gedacht sind. Wenn du unsicher bist, schreib uns einfach eine Mail an info@veganvernetzt.de. Wir vernetzen dich gerne mit Menschen, die ähnliche Interessen haben wie du.
Wer kann Termine in den Kalender eintragen?
Der Kalender lebt von euch! Jede Person und jede Gruppe, die sich für Tiere, Umwelt oder soziale Gerechtigkeit einsetzt, kann Termine eintragen. Das können eure eigenen Aktionen sein oder Veranstaltungen, von denen ihr gehört habt – da wir nicht alles alleine im Blick behalten können, freuen wir uns über eure Unterstützung.
Ob die große Demo, ein kleiner Lesekreis, ein Workshop, ein solidarischer Kunstmarkt oder ein veganes Soli-Essen: Solange die Veranstaltung kostenfrei oder solidarisch gestaltet ist und zu unseren Werten passt, ist sie hier genau richtig.
Ich/Wir möchte/n eine Aktion / ein Treffen organisieren. Könnt ihr helfen?
Ja! Wir vernetzen dich/euch gerne mit bestehenden Aktivismusgruppen und teilen Kontakte.
Wir arbeiten aktuell an dem Bereich „Skillsharing“, in dem es bald Anleitungen, wie man selbst eine Versammlung anmeldet, Vorlagen für Pressemitteilungen und Tipps für Social Media geben wird.
Wird ein Ort für eine Aktion / ein Treffen benötigt? Schreib uns gerne eine Mail an info@verganvernetzt.de.
Wir möchten, dass jede:r die Werkzeuge bekommt, um aktiv zu werden.
Wie kann ich bei euch mitmachen?
Da wir kein klassischer Verein mit festen Hierarchien sind, gibt es bei uns viele Wege, sich einzubringen. Wir freuen uns immer über neue Ideen für Vernetzung und über alle, die die Tierbewegung in der Region gemeinsam sichtbarer machen möchten.
Du kannst dich je nach deinen Interessen und zeitlichen Kapazitäten einbringen, z. B.:
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Redaktion & IT: Hilf uns dabei, den Aktions-Kalender aktuell zu halten, (neue) Gruppen auf der Website vorzustellen oder die Plattform technisch zu pflegen. Welche Ideen hast du für weitere Inhalte?
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Events: Organisiere mit uns gemeinsam die Vernetzungstreffen, wie z.B. KÜFAs, Mitbringbrunches oder bringe Ideen für andere Formate ein, bei denen Menschen zusammenkommen.
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Kampagnen & Öffentlichkeitsarbeit: Unterstütze uns dabei, Petitionen und Termine zu streuen.
- Reichweite teilen: Hast du Content, den mehr Menschen sehen sollten? Nutze bei deinen Posts die Collab-Funktion mit uns. Das ist der einfachste Weg, unsere Kanäle zu vernetzen und Informationen schnell in der Community zu verbreiten. Schreib uns für Collabs vorab eine kurze Nachricht info@veganvernetzt.de. Wir setzen uns dann gerne mit dir in Verbindung.
Kann ich mich auch einbringen, wenn ich wenig Zeit habe?
Klar! Aktivismus ist vielfältig. Du kannst z.B. Petitionen unterschreiben oder einfach Termine, Social-Media-Beiträge und Wissensressourcen teilen. Jedes bisschen Sichtbarkeit hilft.
Werte & Haltung
Warum vegan?
Weil nicht-menschliche Tiere fühlende Individuen sind, die – genau wie wir Menschen – ein fundamentales Interesse an ihrem eigenen Leben, ihrer Freiheit und ihrer Unversehrtheit haben.
Veganismus ist mehr als eine Ernährungsweise: Vegan zu leben bedeutet, Tiere nicht als Waren, Nahrungsmittel oder Produktionsmaschinen zu betrachten, sondern als fühlende Individuen mit einem Recht auf ein unversehrtes Leben. Wir lehnen die Ausbeutung von Tieren in allen Lebensbereichen ab und setzen uns für ein Ende der Tierausbeutung ein (Abolitionismus).
Diese Haltung ist das Fundament unserer Arbeit. Wir sind überzeugt, dass eine gerechte Gesellschaft erst dann möglich wird, wenn wir aufhören, andere Individuen aufgrund ihrer Spezies zu diskriminieren und auszubeuten.
Die offizielle Definition von Veganismus im Wortlaut der Vegan Society findest du hier.
Was bedeutet eigentlich „multispeziesgerecht“?
Es bedeutet, dass wir die Welt nicht mehr als einen Ort betrachten, der allein uns Menschen gehört. Eine multispeziesgerechte Gesellschaft ist eine Gesellschaft, in der die Bedürfnisse, Rechte und Lebensräume aller Individuen – ob Mensch oder Affe, Hund oder Schwein, Rind oder Reh, Huhn oder Taube, Forelle oder Delphin – respektiert und bei unseren Entscheidungen mitbedacht werden.
Was heißt das konkret?
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Weg vom Nutzen: Wir bewerten Tiere nicht mehr danach, wie nützlich sie für uns sind (als Essen, Kleidung oder Unterhaltung), sondern erkennen an, dass sie einen Eigenwert haben.
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Lebensraum teilen: Wir achten darauf, dass andere Tiere in den Lebensräumen, die wir mit ihnen teilen, so selbstbestimmt und gesund wie möglich leben können.
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Gerechtigkeit für alle: Genau wie wir soziale Gerechtigkeit für alle Menschen fordern (unabhängig von Herkunft oder Geschlecht), weiten wir diesen Gedanken auf die Tierwelt aus. Gerechtigkeit endet für uns nicht an der Speziesgrenze.
Warum benutzen wir dieses Wort? Das Wort erinnert uns daran, dass wir Teil eines großen Netzwerks sind. „Multispeziesgerechtigkeit“ ist unsere Vision: Ein faires Zusammenleben auf einem Planeten, den wir uns mit Milliarden anderer Individuen teilen.
Was ist der Unterschied zwischen vegan und multispeziesgerecht?
Veganismus: Fokus auf Vermeidung von Tierausbeutung
Der Veganismus als Philosophie basiert auf einer tierethischen bzw. antispeziesistischen Haltung. Das Kernprinzip der veganen Lebensweise ist die Vermeidung von Ausbeutung von und Grausamkeiten an Tieren. Der Fokus liegt auf Abstinenz (kein Fleisch, keine Milch, kein Leder, keine Tierversuche, keine Tiershows etc.). Veganismus wird auch verbunden mit der Frage nach individuellen Grundrechten von nicht-menschlichen Tieren (z.B. Recht auf Leben, Unversehrtheit, Selbstbestimmung).
Ziel: Beendigung der Tierausbeutung
Multispeziesgerechtigkeit: Fokus auf Beziehungen und Verflechtung
Multispeziesgerechtigkeit ist ein jüngeres, interdisziplinäres Konzept aus den politischen Wissenschaften (Multispezies-Ethnographie, Human-Animal Studies, Environmental Humanities). Es erweitert den Blickwinkel: Kernprinzip ist ein gerechtes Zusammenleben in einem gemeinsamen, geteilten Ökosystem. Es erkennt an, dass Menschen, Tiere, Pflanzen und Mikroben untrennbar verbunden sind.
Es schaut v.a. auf Beziehungen und Verantwortung (Response-ability). Es fragt: „Wie gestalten wir unsere Gesellschaft, die Beziehungen und Umgebungen so, dass ein gutes Leben für möglichst viele Arten möglich ist?“. Es geht dabei v.a. um strukturelle Fragen wie z. B.: Wie sieht eine Stadtplanung aus, die Tauben und andere Vögel berücksichtigt? Wie sieht Landwirtschaft aus, die den Boden UND Tiere berücksichtigt?
Ziel: Gerechte politische & ökologische Strukturen für alle Arten
Synthese: Sowohl-als-auch
Wir leben vegan, weil wir Ausbeutung und Gewalt ablehnen. Und wir streben gleichzeitig nach Multispeziesgerechtigkeit, weil wir denken, dass „Nicht-Ausbeutung“ und „Nicht-Gewalt“ allein noch kein gutes Zusammenleben garantieren.
Wir wissen, dass menschliche und nicht-menschliche Tiere von anderen Arten (Bodenbakterien, Bestäubern, Pflanzen) abhängig sind. Multispeziesgerechtigkeit bedeutet intersektionale Solidarität. Wir kämpfen gegen die Ausbeutung von Tieren im Schlachthof UND gegen die Ausbeutung der Menschen, die dort arbeiten. Wir kämpfen für das Recht des Schweins auf Leben UND für eine Landwirtschaft, die Lebensräume regeneriert statt sie zu vergiften. Gerechtigkeit ist unteilbar.
Veganismus ist unser Werkzeug, um die Gewaltmaschinerie zu stoppen. Multispeziesgerechtigkeit ist die Vision für die Welt, die wir auf den Trümmern dieser Maschinerie gemeinsam errichten wollen.
Was ist Speziesismus?
Speziesismus ist die Diskriminierung von Lebewesen aufgrund ihrer Spezieszugehörigkeit. Es ist das tief verwurzelte Denksystem, das den Menschen als „Krone der Schöpfung“ über alle anderen Spezies stellt und Tiere zu nutzbaren Objekten abwertet. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass einzelne Menschen bewusst böswillig handeln. Speziesismus ist so tief in unserem Denken, unserer Sprache und unseren Gesetzen verwurzelt, dass er meist gar nicht wahrgenommen und hinterfragt wird.
Unsere gesamte Gesellschaft ist speziesistisch organisiert. Gesetze, Wirtschaft und Kultur sind darauf ausgerichtet, Tiere als Rohstoffe, Produkte oder Werkzeuge zu betrachten. Diese Ausbeutung ist ein fester Bestandteil eines Systems, das Profit über das Leben stellt und Lebewesen nach ihrem Nutzen sortiert (z. B. das geliebte „Haustier“ vs. das verwertete „Nutztier“).
Wir lehnen diese willkürliche Hierarchie ab. Speziesismus ist eine Form der Ungerechtigkeit, so wie Rassismus oder Sexismus. Wir setzen uns für Tierrechte, Tierbefreiung und eine multispeziesgerechte Gesellschaft ein, die nicht mehr auf Ausbeutung und Herrschaft basiert, sondern die Bedürfnisse aller fühlenden Individuen achtet – unabhängig von ihrer Spezies.
Was ist Abolitionismus?
Abolitionismus im Kontext der Tierbewegung meint die Abschaffung jeglicher Nutzung von Tieren durch den Menschen. Wir fordern keine „humanere“ Nutzung von Tieren, sondern das Ende der Nutzung überhaupt. Tiere sind keine Waren, sondern Individuen mit eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und einem Recht auf Unversehrtheit. Unser Ziel ist ein respektvolles Miteinander, in dem kein Lebewesen mehr als Eigentum oder Mittel zum Zweck betrachtet wird.
Warum verbindet ihr Veganismus mit Themen wie Antifaschismus oder Queer-Feminismus?
Weil Unterdrückung oft denselben Ursprung hat: Die Idee, dass eine Gruppe (die „Stärkeren“) über eine andere Gruppe bestimmen darf. Wir glauben, dass wir Tierrechte und die Befreiung der Tiere nicht isoliert erreichen können. Eine gerechte Gesellschaft muss für alle sicher sein, unabhängig von Spezies, Herkunft, Geschlecht oder Identität.
Ideologien wie z. B. Rassismus, Sexismus, Faschismus oder Queerfeindlichkeit sind aktiv ausgrenzend und bedrohlich. Wenn wir solche Ansichten in unseren Räumen dulden würden, wären diese Orte für viele nicht mehr sicher. Wir können nicht glaubwürdig für die Rechte und die Befreiung der Tiere kämpfen, wenn wir gleichzeitig zulassen, dass Menschen innerhalb der Bewegung diskriminiert werden. Ein konsequentes Nein zu Menschenfeindlichkeit ist die Voraussetzung für eine solidarische Bewegung.
Wie steht ihr zu nicht-veganen Menschen und Gruppen?
Wir schließen keine Menschen aus, die lernbereit sind.
Speziesismus (die Abwertung von Tieren) ist leider die aktuelle gesellschaftliche Norm, in der wir fast alle aufgewachsen sind. Wenn wir uns nur mit Menschen vernetzen, die die antispeziesistische Haltung teilen und bereits vegan leben, würden wir vermutlich eine isolierte „Bubble“ bleiben. Wir suchen daher aktiv den Austausch mit der restlichen Gesellschaft, um Antispeziesismus und Veganismus dort zu verankern, wo er bisher noch nicht gehört wurde.
Brücken bauen: Wir vernetzen uns mit progressiven Gruppen und Einzelpersonen (z. B. aus dem Umwelt- und Klimaschutz oder sozialen Bewegungen), die Grundwerte wie Gerechtigkeit, Solidarität und Gewaltfreiheit teilen. Viele Menschen haben sich noch nicht intensiv mit Speziesismus und dem Mensch-Tier-Verhältnis auseinandergesetzt. Indem wir Brücken bauen, bringen wir die Perspektive der Tiere an Orte, an denen sie sonst nicht gehört würden. Wir sehen (noch) nicht-vegane Menschen nicht als Gegner:innen, sondern als potenzielle Verbündete, die wir auf dem Weg zu einer gerechteren Welt mitnehmen möchten.
Kurz gesagt: Wir ziehen eine klare Grenze bei Hass und Hetze, aber wir lassen die Tür offen für alle, die bereit sind, gemeinsam mit uns zu lernen und das Zusammenleben für alle menschlichen und nicht-menschlichen Individuen gerechter und friedlicher zu gestalten.
Ganz pragmatisch
Ich habe ein tolles Buch/einen Podcast entdeckt. Kann ich das hier empfehlen?
Ja, sehr gerne! Wir bauen gerade eine Ressourcen-Liste (und langfristig eine Bibliothek) auf. Schreib uns einfach deine Empfehlung an info@veganvernetzt.de, idealerweise mit einer kurzen Begründung, warum sie für die Bewegung wertvoll ist.
Wie finanziert ihr euch und was kostet die Nutzung?
Wir organisieren uns solidarisch und bewegen uns in solidarischen Strukturen. Unabhängigkeit bedeutet für uns, frei entscheiden zu können. Daher haben wir uns entschieden, unsere Projekte und Aktionen gemeinschaftlich aus eigenen Mitteln zu finanzieren.
Die Nutzung der Plattform ist für alle komplett kostenlos.
Gibt es euch auch „in echt“ oder nur im Internet?
Wir sind vor allem ein Netzwerk von Menschen aus Fleisch und Blut! Die Website und Social Media Accounts sind nur unsere Werkzeuge. Viele von uns triffst du bei Veranstaltungen, die im Kalender stehen.